Navigationen überspringen, zum Seiteninhalt

Pressemitteilung

RECHTSANWÄLTE     JOACHIM NIKOLAUS STEINHÖFEL    REINHARD HÖBELT

11.2.2016 

Gabriele Kuby erwirkt Unterlassungserklärung des Deutschlandradios

„Deutschlandradio Kultur“ verbreitete am 18. Januar 2016 in einem Beitrag von Thomas Klug mit dem Titel „Aufklären, verschärfen, provozieren – politisches Theater heute“ manipulierte Zitate, die unsere Mandantin diffamieren. Kuby hat Deutschlandradio durch uns abmahnen lassen. Der Sender hat sich unterworfen und die verlangte strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben.

 In dem Beitrag des Deutschlandradios kommt Falk Richter, Autor und Regisseur des Theaterstückes FEAR, welches in der Berliner Schaubühne seit Ende Oktober gezeigt wird, zu Wort. Richter präsentiert manipulierte Zitate aus seinem Stück FEAR als Originalzitate unserer Mandantin: (Richter: „Bei Gabriele Kuby war es ja so, dass ich sie extra im Original habe sprechen lassen, es ist ihre Stimme aus einer Rede.“). Deutschlandradio übernimmt diese „Zitate“ mit dem Satz: „Falk Richter setzt die stärkste Waffe gegen jene ein, die Ängste schüren und Hass predigen. Er zitiert sie.“

 Es handelt sich um diese angeblichen „Zitate“:

 „...was wir vor allem brauchen, sind Faschisten und Faschistinnen“

 und

 „Es braucht einen totalitären Staat, der das in den Griff kriegt.“

 Unsere Mandantin hat die Worte „Was wir vor allem brauchen, sind...“ in diesem Kontext selbstverständlich gar nicht, sondern in völlig anderem Zusammenhang geäußert, als die Worte „Faschisten und Faschistinnen“.

 Gesagt hat Frau Kuby dies:

 „Wir müssen sagen Bürger und Bürgerinnen, Zuhörer und Zuhörerinnen, Blindenhunde und Blindenhündinnen. Wir dürfen allerdings nicht sagen „Faschisten und Faschistinnen.“ [1][1]

 Unsere Mandantin hat sich niemals affirmativ über einen totalitären Staat geäußert, sie warnt vielmehr unablässig vor einer Entwicklung hin zu einem neuen Totalitarismus. Die zitierten Äußerungen stellen daher eine schwerwiegende Entstellung dessen dar, was von unserer Mandantin tatsächlich gesagt wurde. Hierdurch wird ihr Persönlichkeitsrecht schwerwiegender Weise verletzt.

 Gabriele Kuby äußert sich zu dem Fall wie folgt:

 „Es ist beschämend, dass Deutschlandradio Falk Richter Gelegenheit gegeben hat, mit manipulierten Zitaten Rufmord zu betreiben. In seinem Stück FEAR werden fünf Frauen, darunter ich, als „Zombies“ mit ausgestochenen Augen dargestellt, welche mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs untergegangen sind, aber als Untote nun wieder ihr Unwesen treiben. Diese Zombies sollen vernichtet werden und zwar so: ‚Der Zombie stirbt nur, wenn man ihm direkt ins Gehirn schießt und sein Gehirn auslöscht. Das ist die einzige Möglichkeit.’ Hier zeigt sich der totalitäre Geist, vor dem ich warne.

 In der Sendung des Deutschlandradios spricht Falk Richter davon, dass er sich ‚im Dialog‘ auseinandersetzen wolle. Bedauerlicher Weise hat er seinen Worten keine Taten folgen lassen und eine Einladung von Christ & Welt zu einer öffentlichen Diskussion mit mir nicht angenommen.“

 Unsere Mandantin wird wegen der Rechtsverletzungen in dem Theaterstück FEAR Klage gegen die Schaubühne und den Regisseur Falk Richter erheben.

Rechtsanwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel.



[1][1] https://www.youtube.com/watch?v=HzscL5PPkPY&list=PL-smY2ofQuEQfC9hw6PYJdUijj2-UXRXQ&index=11


Offener Brief von Gabriele Kuby an Falk Richter zu seinem Bühnenstück „FEAR“ in der Berliner Schaubühne

 Herr Falk Richter,

 Sie haben ein Bühnenstück erdacht, geschrieben und in eigener Regie auf die Bühne gebracht mit dem Titel FEAR. Sein Ziel ist es, fünf Frauen, deren öffentliche Aktivitäten Ihnen missfallen, „unter die Erde zu bringen“.[1][*] Eine von ihnen bin ich.

In Ihren Augen sind die fünf Frauen „Zombies“, deren „Denken zwei Weltkriege ausgelöst und begleitet hat“ und die nun als „Untote“ wieder auferstehen. Sie fragen: „Wie schaffe ich etwas aus der Welt, das tot ist, aber wieder auferstanden ist?“ und geben die Antwort: „Der Zombie stirbt nur, wenn man ihm direkt ins Gehirn schießt und sein Gehirn auslöscht. Das ist die einzige Möglichkeit.“

Laut Wikipedia ist ein Zombie ein Mensch, „der scheinbar von den Toten wieder auferstanden und zum Leben erweckt worden ist und als sogenannter Untoter oder Wiedergänger, als ein seiner Seele beraubtes, willenloses Wesen herumgeistert... [Zombies] werden meistens als träge, umherirrende Untote mit ausgestreckten Armen und blutig entstellten, bereits halbverwesendem Gesicht und leerem Blick inszeniert, die zwar von Hunger auf Menschenfleisch angetrieben werden, jedoch völlig ohne Bewusstsein sind.“

Sie halten sich in Ihrem Skript und Ihrer Inszenierung an diese Vorlage. In einer Szene wird der gesamte Bühnenhintergrund von einem grünlichen, verwesenden Monster eingenommen mit hohlen Augen, nacktem Gebiss und einer riesigen Hand. Wenn das Ihre Vorstellung von den fünf Frauen ist, wundert es nicht, dass Sie Ihr Stück „FEAR“ nennen. Sie müssen allerdings etwas nachhelfen, um Ähnlichkeit herzustellen, und tun dies u. a. dadurch, dass Sie deren Fotos, die sie groß auf der Bühne präsentieren, die Augen ausstechen lassen.

Sie und ich teilen den Abscheu vor dem nationalsozialistischen Terrorregime. Aber wir teilen offenbar nicht den Abscheu vor der propagandistischen Hetze, welches es vorbereitet hat. Der Stürmer ist dafür exemplarisch: Juden wurden in Wort und Bild als verabscheuungswürdige Kreaturen dargestellt, vor deren angeblichen verschwörerischen Machenschaften Angst geschürt wurde.

Was tun Sie, Herr Falk Richter? Sie machen die von Ihnen mit Foto und Namen auf der Bühne dargestellten Frauen verächtlich, Sie berauben sie der Menschenwürde, indem Sie sie als Zombies darstellen, ohne Seele und Bewusstsein. Sie stigmatisieren sie als auferstandene Nazis, sie stellen sie in die Nachbarschaft von Beate Zschäpe, Angehörige einer Nazi-Terrorzelle, des Massenmörders Anders Breivik und eines pöbelnden Pegida-Redners. Durch das ganze Stück zieht sich als einzige Lösung Ihres Problems die Vernichtung der „Zombies“. Nirgendwo gibt es auch nur einen Lichtstrahl von Argumentation oder einen Hauch von Unterscheidungsvermögen. In einem Moment der Selbsterkenntnis scheint sich Ihr Protagonist Bernardo dessen bewusst zu sein, wenn er sagt: „Alle Zusammenhänge, alle Bilder, alle Fetzen von Informationen, die ich aufgespürt hatte, fielen in mir durcheinander und begannen dort zu leben.“

Offenbar rechnen Sie mit der Möglichkeit, dass der Hass, den Sie säen, als „Freiheit der Kunst“ ungeahndet bleibt. Wenn in der Premierennacht das Auto von Beatrix von Storch angezündet wird und eine Woche später das Auto von Hedwig von Beverfoerde samt nebenstehendem Firmengebäude in Flammen aufgehen, beeilt sich die Direktion der Schaubühne, jedem rechtliche Schritte anzudrohen, der die Darstellung der beiden Frauen in Ihrem Stück mit den Brandanschlägen in Zusammenhang bringt. Wie war das mit der  „geistigen Brandstiftung“, vor der Politiker zu Recht warnen?

Ihre Methoden der Manipulation, Verdrehung und Täuschung sind in meinem Fall diese:

·      Sie stückeln Originalmitschnitte meiner Reden so zusammen, dass ich als Rechtsradikale erscheine. Zwei Beispiele: Sie lassen mich mit meiner Stimme sagen: „Was wir vor allem brauchen, sind Faschisten und Faschistinnen.“
Tatsächlich sage ich in meinem Vortrag auf der Mehr-Konferenz am 5. Januar 2014 in Augsburg dies: Ich möchte euch auf einen wichtigen Aspekt dieser ganzen Kulturrevolution hinweisen, das ist der Missbrauch der Sprache... Wir müssen sagen Bürger und Bürgerinnen, Zuhörer und Zuhörerinnen, Blindenhunde und Blindenhündinnen. Wir dürfen allerdings nicht sagen „Faschisten und Faschistinnen“.[1]
[†]

·      Sie lassen mich sagen: „Es braucht einen totalitären Staat, der das in den Griff kriegt“, um den Eindruck zu erzeugen, ich wollte einen totalitären Staat. Sie wissen genau, dass ich vor einem neuen Totalitarismus warne, was allein schon aus dem Untertitel meines Buches ersichtlich ist: „Die globale sexuelle Revolution - Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit“.  Der Versuch, den politischen Gegner unter die Erde zu bringen, indem man ihm ins Gehirn schießt, trägt dazu bei.

·      Sie lassen Originaltext von mir mit der hasserfüllten Stimme einer Schauspielerin sprechen, die mit meinem Namen auftritt, weil Sie keinen Text und keine Rede von mir finden können, in der Hass zum Ausdruck kommt, das heißt, eine Emotion, die den anderen zerstören will.

·      Dieselbe Schauspielerin führt meinen Originaltext ohne Unterbrechung in von Ihnen frei erfunden Text über, den ich nie gesagt habe, der aber die anti-christlichen Vorurteile des Publikums schürt.

·      Sie lassen eine Schauspielerin sagen:  „Ich bin Gabriele Kuby und halte eine Hasspredigt und hetze gegen Juden, Lesben, Muslime, Linke, Schwule, alleinerziehende Mütter... Und ich halte alle Hasspredigten, die zu allen Zeiten auf diesem Planeten gehalten wurden...“

Ich hasse nicht. Ich bin Christ. Ich hasse auch Sie nicht, Herr Falk Richter, obwohl Sie Rufmord gegen mich verüben. Niemals habe ich mich über Juden, geschweige denn gegen Juden geäußert. Im Gegenteil habe ich kritisch bemerkt, dass die Jüdin Judith Butler zum Boykott gegen Israel und zur Kooperation mit der Hamas auffordert. Die schwere Last des Lebens alleinerziehender Mütter und ihrer Kinder ist für mich ein Grund, mich für intakte Familien einzusetzen.

Was aber der eigentliche Antrieb ihres Vernichtungsfeldzuges sein könnte, ist, dass ich es für notwendig halte, uns mit unserem freien Willen für Formen der Sexualität zu entscheiden, welche das Leben und die Familie möglich machen. In einer demokratisch verfassten Gesellschaft, welche nicht nur die Freiheit der Kunst, sondern auch die Freiheit der Meinungsäußerung und die Rechte der Person schützt, erlaube ich mir, diese Ansicht kundzutun, ohne über etwas anderes zu verfügen, als meine eigene Stimme, auch nicht über einen „Verein zur Rettung des Abendlandes“, wie Sie fälschlich behaupten. Dies als „Homophobie“, nämlich als neurotische Angst vor Homosexuellen zu brandmarken, entbehrt jeder Grundlage und dient ausschließlich der Diffamierung.

Schade, Herr Falk Richter, dass Sie nicht mit der Wahrheit für Ihre Sache kämpfen können.

Sie scheinen von FEAR getrieben zu sein, dass die „Armee der Zombies wächst und wächst und wächst. Es werden täglich mehr. Sie wollen die Fernsehstudios, die Zeitungsredaktionen, die Parlamente und das Internet... der Zombie strebt die Weltherrschaft an. Der Zombie ist gegen das Überleben der Menschheit gerichtet.“  Wenn solche Sätze auch von Realitätsverlust zeugen, so haben Sie doch nicht völlig unrecht: Das Gute und die Wahrheit über den Menschen lassen sich nicht dauerhaft unterdrücken, und es werden in der Tat täglich mehr, die sie erkennen.

Gerne hätte ich mit Ihnen über die wichtigen gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit diskutiert. Sie und ich wurden dazu von Christ und Welt eingeladen. Leider haben Sie sich der Konfrontation mit dem aus der Angst geborenen Zombie Ihrer Phantasie nicht gestellt. Sie wären einer lebendigen Frau begegnet, die sich für eine zukunftsfähige Gesellschaft einsetzt.

Gabriele Kuby,  11. Februar 2016


[1][*] Alle Zitate sind gesprochener Text des Theaterstückes FEAR von Falk Richter, welches am  25. Oktober 2015 in der Berliner Schaubühne Premiere hatte; sie sind dem Transkript einer späteren Aufführung entnommen.

[1][†] https://www.youtube.com/watch?v=HzscL5PPkPY&list=PL-smY2ofQuEQfC9hw6PYJdUijj2-UXRXQ&index=11

 


Stellungnahme von Gabriele Kuby zum Artikel "Zwei umstrittene Referenten" von Stefan Böker in der Kreuzlinger Zeitung vom 14.01.2016

Der Artikel von Stefan Böker verbreitet zahlreiche Angriffe gegen mich, die sich gegen meine Person und die Einladung als Referentin über Gender Mainstreaming von Ring 2000 am

12. 02. 2016 richten. Diese Angriffe verlassen den Boden sachlicher Kritik. Sie enthalten eine Vielzahl unwahrer, absurder und verleumderischer Behauptungen, die den Charakter des Rufmordes haben. Ich widerspreche ihnen entschieden.

Falsch ist die Behauptung, ich sei gegen die Gleichstellung von Mann und Frau.

Richtig ist: Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist für mich als hohes Verfassungsgut (Art. 3 GG) eine Selbstverständlichkeit, für dessen Schutz ich mich nachdrücklich einsetze – ein Recht, das ich schon immer für mich selbst in Anspruch  genommen habe. Die Gleichberechtigung der Geschlechter mit der Gender-Ideologie gleichzusetzen, zeugt von Unwissenheit oder absichtlicher Falschinformation.

Demagogisch ist die Behauptung,  ich sei schwulenfeindlich.

Richtig ist: Ich bejahe das Recht homosexueller Menschen, ihr Leben nach ihren Neigungen zu gestalten. Auch dieses Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit (Art. 2 GG) ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Dass aber unterschiedliche sexuelle Lebensstile auch mit unterschiedlichen Risiken behaftet sind, ist eine zweifelsfrei belegte Tatsache. Wer darauf hinweist, ist ebenso wenig „schwulenfeindlich“, wie es „raucherfeindlich“ ist, auf die Risiken des Rauchens hinzuweisen. Im Gegenteil! Nur informierte Bürger können mündige Entscheidungen treffen. Diejenigen, die Menschen Informationen vorenthalten und sie desinformieren, um politische Strategien durchzusetzen, zeigen mangelhaf­tes Demokratie-verständnis und handeln nicht einmal im Interesse derer, die sie zu vertreten vorgeben. Sie sind in Wirklichkeit menschen-, bzw. schwulenfeindlich.

Absurd ist ebenso die Behauptung, ich sei lebensfeindlich.

Richtig ist: Lebensfeindlich sind diejenigen, die die Befriedigung persönlicher Bedürfnisse und egoistische Eigeninteressen über den Schutz des ungeborenen Lebens stellen und eine kinder- und familienfeindliche Politik betreiben. Ich aber trete für den Schutz und die Förderung des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod ein und fordere eine kinder- und familienfreundliche Politik, die sich am Gemeinwohl, nicht aber an Gruppen-interessen ausrichtet.

Verleumderisch ist die Behauptung, ich sei „für den Abbau grundlegender Menschenrechte, namentlich des Rechts auf selbstbestimmte Sexualität und selbstbestimmte Mutterschaft“. 

Richtig ist: Ich setze mich vorbehaltlos für alle in unserer Verfassung verankerten Menschenrechte ein. Nicht eines davon darf unterlaufen oder abgeschafft werden. Es ist unwahr und diffamierend zu behaupten, dass derjenige, der zwischen Formen sexueller Aktivität unterscheidet, welche Leben hervorbringen und Familie möglich machen, und solchen, die das nicht tun, Menschenrechte verletze. Dies gilt im gleichen Sinne für meine Haltung zur Mutterschaft. Ich bin für selbstbestimmte, verantwortliche Elternschaft.

Es wird behauptet, ich würde alle möglichen Berufsgruppen für den Werte- und Kulturverfall verantwortlich machen.

Richtig ist: Diese Behauptung ist derart aus der Luft gegriffen, dass sie ihre böswillige Absicht selbst entlarvt.

Es wird behauptet, ich sei der Ansicht, Kinder in Patchworkfamilien, gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und von alleinerziehenden Eltern würden immer mehr psychische Störungen entwickeln.

Richtig ist: Wer die einschlägige empirische Sozialforschung verfolgt, muss zur Kenntnis nehmen, dass der Zustand der Kinder und Jugendlichen alarmierend ist. Eine Fülle wissenschaftlicher Studien belegt, dass Kinder am besten bei ihren natürlichen Eltern in einer konfliktarmen Ehe aufwachsen.

Es wird behauptet, ich würde Homophobie und Ausgrenzung verkünden.

Richtig ist: Ich verkünde weder Homophobie noch Ausgrenzung. Ich habe keine Angst vor Homosexuellen,  die als sexuelle Minderheit Teil unserer Gesellschaft sind und wie andere Minderheiten das Recht haben, ihr Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Tatsache ist: Wer in Wirklichkeit ausgegrenzt und an der freien Meinungsäußerung gehindert werden soll, sind all jene, die sich für eine Sexualmoral einsetzen, welche Ehe und Familie möglich macht.

Es wird behauptet, ich sehe Homosexualität als Sünde an.

Richtig ist: Der Begriff "Sünde" ist Teil der Glaubensverkündigung und des Glaubens-verständnisses, die zum Grundrecht auf Religionsfreiheit gehören. Es ist eine Tatsache, dass der Katechismus der Katholischen Kirche praktizierte Homosexualität als Sünde ansieht. In diesem Sinne hat der Begriff Sünde weder eine rechtliche noch gesamtgesellschaftliche Bedeutung, sondern ist nur für gläubige Christen relevant.

Es wird behauptet: Es gibt kein Recht, Hass und Menschenverachtung zu verbreiten.

Das ist richtig, und gilt gegenüber jedem Menschen, auch gegenüber Christen.

Es wird behauptet, mein Gedankengut sei „rückwärtsgewandt und frauenverachtend“.

Richtig ist: Fortschritt am Rande des Abgrunds ist nicht empfehlenswert.  Als Ausdruck meiner hohen Wertschätzung von Frauen setze ich mich gegen die gesellschaftliche Abwertung der Mutterrolle und für die ideellen, sozialen und materiellen Grundlagen einer erfüllten  Mutter-Kind-Beziehung ein.

Es wird behauptet, „Kritiker“ sähen in meinen Thesen „eine Nähe zum Nationalsozialismus“.

Richtig ist: Das ist nichts anderes als böswillige Verleumdung. Denn meine Ablehnung des Nationalsozialismus und jeder Art von Totalitarismus könnte nicht größer sein. Ich bin ausnahmslos eine Gegnerin von Parteien und ihren Vertretern, die nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stehen und unseren freiheitlich und sozial verfassten Rechtsstaat ablehnen, oder diesen gar abschaffen wollen. Freiheits- und demokratiefeindlichem Gedankengut trete ich entschieden entgegen, und zwar einerlei, welcher politischen Richtung dies zugeordnet werden kann.

Stefan Böker versteckt sich hinter anonymen „Kritikern“ mit der Absicht des Rufmordes. Ich wurde weder von Stefan Böker noch von der Kreuzlinger Zeitung befragt, was ich zu den verbreiteten Angriffen gegen meine Person zu sagen habe. Böker verstößt damit sowohl gegen Grundsätze einer aufgeklärten und demokratischen Gesellschaft als auch gegen das in einer freien Presse geltende, so wichtige journalistische Ethos.

Diese Stellungnahme gebe ich zur öffentlichen Verwendung und Verbreitung – auch in Auszügen, soweit diese nicht sinnentstellend wiedergeben werden – frei.

Rimsting, 11. Februar 2016

gez. Gabriele Kuby



Bewegende Abschiedsfeier für Johanna Gräfin von Westphalen

am 30. Januar 2016 in Meschede. Ansprache von Gabriele Kuby 

Ansprache im vollständigen Wortlaut :

Wie schön, welche große Ehre, dass ich Johanna, Gräfin von Westphalen, nachrufen darf, hinüberrufen über die Schwelle in die Ewigkeit, über die sie völlig unerwartet in der Nacht des 21. Januar getreten ist, vielleicht von Engeln hinüber getragen. Was war geschehen?

Gräfin Johanna hatte sich am 19. Januar einer Hüftoperation in Garmisch unterzogen. Das ist mit 79 Jahren nicht ganz ohne Risiko. Als ihr Sohn sie am Abend des 20. Januar besuchte, war sie fröhlich und gelöst, dass alles so gut verlaufen war. Am nächsten Tag wollte sie aufstehen. Mutter und Sohn sprachen darüber, wie sie ihren achtzigsten Geburtstag am kommenden 24. September feiern sollten. Nein, kein großes Fest, lieber wollte sie mit allen Kindern und Enkelkindern im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit nach Rom fahren. Zwischen zwei Besuchen der Nachtschwester um vier und um fünf Uhr morgens starb sie, vermutlich im Schlaf.  Der Sohn fand sie genau so im Bett, wie er sie am Abend zuvor verlassen hatte – mit entspanntem, glücklichen Gesicht.

Wer wünscht sich nicht einen solch federleichten Tod? Aber die Kirche betet: „Herr, bewahre mich vor einem plötzlichen Tod.“ Die Wegstrecke am Schluß, die meistens schwer und leidvoll ist, hat einen tiefen Sinn: Wir können uns noch vorbereiten, Gott und die Menschen um Vergebung bitten und vergeben. Aber Johanna war vorbereitet.

Ihr ganzes Leben war sie Marta und Maria in einem: Maria, die zu Füßen des Herrn saß, auf ihn hörte und später das kostbare Nardenöl über ihm verschwendete, und Marta, die tat, was notwendig war. Johanna hat keine Bekehrung erlebt, denn sie war immer fromm. Mit 15 war sie für ein Jahr in England im Internat, in der Saint Philomena's Catholic High School for Girls. Sie liebte die Schule und erwog, selbst ins Kloster zu gehen. Aber es kam anders: Die geborene Gräfin von Galen heiratete mit knapp zwanzig Jahren Clemens August Graf von Westphalen zu Fürstenberg und war erst 28, als sie bereits sechs Kindern das Leben geschenkt hatte. Fünf müssen nun heute von ihrer Mutter Abschied nehmen. Ihrem ältesten Sohn, Friedrich Wilhelm mußte sie nach einem tragischen Unfall 2001 selbst ins Grab nachschauen. Das war der schlimmste Schlag ihres Lebens. Im September 2014 verlor sie ihren Mann. Seit dem hat sie nur noch nach vorne geschaut – zur ewigen Herrlichkeit in Jesus Christus in der Gemeinschaft der Heiligen. Sechs von ihnen gab sie Heimat in der Schloßkapelle, unter ihnen dem seligen Clemens August Kardinal von Galen, ihrem Großonkel.

Ihn hatte sie noch gekannt. Sie war neun Jahre alt, als er nach der Kardinalserhebung am 16. März 1946 auf dem Domplatz in Münster vor Tausenden von Menschen seine berühmte Dankesrede hielt – um wenige Tage danach zu sterben.

“Der Löwe von Münster“ war das das große Vorbild von Johanna. Es ist ein besonderer Auftrag und auch eine besondere Gnade, wenn ein Familienmitglied sein Leben riskiert hat, um für die Wahrheit und den Menschen einzustehen gegen übermächtigen Staatsterrorismus. Er hielt im Sommer 1941 drei Predigten, die ihn nur deshalb nicht ins KZ brachten, weil Göbbels keine katholischen Märtyrer schaffen wollte. Mitten im Krieg prangerte er die Konzentrationslager an, die Vernichtung sogenannten „unwerten Lebens“ und forderte: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg 5,29), und „lieber sterben als sündigen“.

In diese großen Fußstapfen trat seine Großnichte Johanna und kämpfte kompromisslos und unbeirrbar für den Schutz des menschlichen Lebens, für die Familie und die Bewahrung der nächsten Generation vor den verderblichen Übergriffen staatlicher Macht. Wer vom gleichen Feuer ergriffen war, konnte mit ihrer rückhaltlosen Unterstützung rechnen. Von Enttäuschungen und Rückschlägen, insbesondere auch im kirchlichen Bereich, ließ sie sich nie entmutigen.

In einem Lied auf die Jungfrau von Orlean, von der Johanna ihren Namen hatte, heißt es:

Strong men were hesitant,                      

the King was afraid,

but every heart was strengthened

by the voice of the maid.

For I will stand alone

pure as a child of the Lord,

yes I will stand alone.

Die Kraft schöpfte Johanna aus der Praxis ihres Glaubens: Täglich feierte sie die Heilige Messe und betete den Rosenkranz, den sie immer mit der Anrufung beendete: „Maria, Königin des Friedens, bitte für uns!“ Immer wieder fuhr sie nach Medjugorje, wo sie sich von der „Gospa“ beschenken ließ. Sie war für die Menschen da, die großen und besonders für die kleinen, diente ihnen, sorgte für sie, begleitete Kranke und Sterbende. Wie sie selbst ein Kind Gottes war, so auch jeder, der ihr begegnete. Bis zuletzt hatte sie die Anmut und Beschwingtheit eines jungen Mädchens. Es war schön, ihr zu begegnen, sie war unkompliziert, geradlinig, humorvoll, lebendig, großherzig.

In seinen Pentlinger Predigten hat Joseph Kardinal Ratzinger in Worte gefasst, warum wir froh sein dürfen an diesem Tag, auch wenn ein geliebter Mensch jäh aus unserem Leben gerissen wurde: „Wenn wir Ihm Wohnung bereiten, bereitet ER uns die ewige Wohnung. Indem wir Ihn zu tragen glauben, trägt Er uns... Indem wir Tag um Tag wieder versuchen, uns zu bereiten für Ihn, bereitet Er uns die endgültige Wohnung.“

 

Danke Johanna, Gräfin von Westphalen!

Du bist am Ziel Deiner Sehnsucht.

Wir behalten Dich in unseren Herzen.

 


Rede von Gabriele Kuby auf der Demonstration gegen den Bildungsplan in Baden Württemberg am 11. Oktober 2015 in Stuttgart

Liebe Freunde,

Ich grüße jeden Einzelnen, der es auf sich genommen hat, wieder nach Stuttgart zu kommen. Wir zeigen, dass es in diesem Land keine Ruhe geben wird, so lange die Kinder im Kindergarten und der Schule zwangssexualisiert werden. Nicht nur wird es keine Ruhe geben. Es wird Widerstand und zivilen Ungehorsam geben gegen den rot-grünen Missbrauch politischer Macht. Der Widerstand gegen Gender und gegen die Umerziehung der Kinder nimmt mächtig zu.

•    Wir sind hier, weil wir nicht zulassen, dass das Grundrecht der Eltern auf Erziehung der Kinder außer Kraft gesetzt wird.
•    Wir sind hier, weil wir wollen, dass unsere Kinder für die Familie erzogen werden, anstatt sie in die bodenlosen Abgründe sexueller Vielfalt zu stürzen.
•    Wir sind hier, weil wir unseren Kindern helfen wollen, ihr eigenes Lebensziel zu erreichen: und das ist die Familie.
•    Wir sind hier, weil wir eine großartige Kultur zu verteidigen haben, eine Kultur, die auf christlichen Werten und wahrer Humanität aufgebaut ist, auf Menschenwürde, Freiheit, Wahrheit, Nächstenliebe, auf Ehe und Familie.

Jeden Tag kommen 10.000 Menschen aus islamischen Kulturen in unser Land, bis zum Jahresende werden es womöglich 1,5 Millionen sein. Über 200.000 Kinder von Migranten müssen dieses Jahr in unser Schulsystem integriert werden. Das Wichtigste, was diese traumatisierten Kinder haben zum Überleben ist ihre Familie, ihre Eltern, selbst wenn die Eltern tot sind oder ihre Kinder allein über das Meer geschickt haben, ohne zu wissen, ob sie überleben. Nun werden diese Kinder im Schulunterricht mit expliziten Darstellungen sexueller Vorgänge konfrontiert. Ihr Schamgefühl wird schwer verletzt. Sie lernen, dass Sex genauso gut mit dem gleichen Geschlecht oder mit beiden Geschlechtern praktiziert werden kann, ja, dass man sein Geschlecht auch wechseln kann – und dass dies alles gutzuheißen ist.

Was werden die muslimischen jungen Männer dazu sagen, die nun zu Hunderttausenden in unser Land strömen und aus Kulturen kommen, die es für nötig halten, Frauen vor den Blicken der Männer durch Verschleierung zu schützen? Eines ist sicher: Sie werden diese entchristlichte, de-moralisierte Kultur verachten, insbesondere die Frauen. Da helfen auch "Hausordnungen" auf den Kopfkissen in den Flüchtlingsunterkünften nichts.

Liebe Freunde, es ist die christlich geprägte Kultur, in der es Frauen am besten geht. Es ist die christlich geprägte Kultur, in der es Homosexuellen am besten geht, denn Christen achten jeden Menschen. Aber diese Kultur, die auf dem Boden des Christentums gewachsen ist, kämpft nun gegen sich selbst, zerstört ihre eigene Identität, indem sie die Identität des Menschen und seine Würde durch den Wahn der Gender-Ideologie zersetzt.  

Die Grünen schützen die Bäume und die Kröten, aber sie zerstören die Ökologie des Menschen. Lassen wir uns von ihrer pervertierten Verwendung von Begriffen wie „Toleranz“, „Vielfalt“, „Menschenrechte“, „Antidiskriminierung“ nicht länger verblenden.

Toleranz gibt es für LGBTs, aber immer weniger für Christen. Wir fordern mehr als Toleranz, wir verteidigen das Grundrecht der Religions- und Gewissensfreiheit.

Es ist die Vielfalt der Arten, auf der Schöpfung und Natur beruhen, aber nicht die Vielfalt sexueller Orientierungen. Das muss im Bildungsplan stehen. Der Bildungsplan sollte der jungen Generation Orientierung geben, wie der Mensch mit seiner Sexualität so umgeht, dass  Familie möglich wird.

Menschenrechte dürfen nicht missbraucht werden, um etwas Ehe zu nennen, was niemals eine Ehe sein kann: eine Beziehung zwischen Personen gleichen Geschlechts. Dreizehn europäische Staaten haben inzwischen in ihren Verfassungen verankert, dass Ehe nur das sein kann, was sie immer und überall war: Der Bund zwischen einem Mann und einer Frau, die bereit sind, Kindern das Leben zu schenken und Verantwortung für ihre Erziehung und Bildung zu übernehmen.

Die Unterscheidung zwischen einer Sexualität, die Leben schafft, und einer, die das nicht kann, ist keine Diskriminierung, sondern eine zwingend gebotene Unterscheidung, die wir unseren Kindern schuldig sind.

Wir dürfen und wir werden  keine Ruhe geben, denn es geht um unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder. Der Widerstand wächst. In Schleswig Holstein wurde der sexualpädagogische „Methodenschatz für echte Vielfalt unter dem Regenbogen“ gerade sang und klanglos beerdigt, weil er nach Einschätzung des Bildungsministeriums „nicht geeignet für die Schulen“ ist. Auch der Bildungsplan von Baden-Württemberg und die gesamt „Sexualpädagogik der Vielfalt“ ist nicht geeignet für die Schulen. Als Politiker sind Sie, Herr Kretschmann, dem Grundgesetz und dem Gemeinwohl verpflichtet und nicht Lobbygruppen, die ohne jede demokratische Legitimation zu Kadern staatlicher Sexualpolitik gemacht werden.

Wir kommen wieder und wir werden uns nicht mundtot machen lassen! Ziehen Sie den Bildungsplan zurück, Herr Kretschmann! Es könnte sein, dass sich bald nicht nur Christen, sondern auch muslimische Migranten gegen die Umerziehung der Kinder zu Wehr setzen.

--> Mitschnitt der Rede auf Youtube :
https://www.youtube.com/watch?v=9tDlqLo3eQQ

Nach oben

Abdruck nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin


Pater-Werenfried-Preis an Gabriele Kuby

Auf dem Kongress „Treffpunkt Weltkirche“ von Kirche in Not erhielt Gabriele Kuby am 15. März 2015 den Pater-Werenfried-Preis. Antonia Willemsen,Vorsitzende von Kirche in Not bis 2014, sagte in der Laudatio:
"Wir danken Ihnen, Frau Kuby, mit diesem Preis für Ihren Mut, für Ihren schon lange währenden Einsatz gegen den Angriff, der sich gegen die Natur des Menschen richtet und unsere Freiheit bedroht, für Ihr Engagement, zu dem Sie von Papst Benedikt immer wieder ermutigt worden sind.

Wir danken Ihnen, dass Sie Angriffe, Feindseligkeiten, mitunter sogar Hetze standhaft ertragen und hingenommen haben. Wir danken Ihnen für Ihre Aufklärungsarbeit aus Sorge um das Wohlergehen unserer Gesellschaft und in Verantwortung vor Gott unserem Schöpfer. Wir danken Ihnen, dass Sie sich nicht haben beirren lassen. Auch darin sind Sie Pater Werenfried sehr ähnlich. Somit überreiche ich den Pater-Werenfried-Preis beim 5. Internationalen Kongress Treffpunkt Weltkirche an Frau Gabriele Kuby."

Die Rede und Preisverleihung sind hier zu sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=YgK46fRzN_A

Ein Kurzinterview von EWTN mit mir zur Preisverleihung:
https://www.youtube.com/watch?v=ucr2zKXDWU4

Ausführlicher Bericht auf Medrum:

http://www.medrum.de/content/gabriele-kuby-mit-dem-pater-werenfried-preis-2015-ausgezeichnet


GLOBAL FAMILY POLICY FORUM
Mesa, Arizona, January 15 – 17, 2015
Statement by Gabriele Kuby


After the fall of communism in 1989 the world expected a new era of freedom, free of totalitarian ideology. Yet, a new ideology took hold of the West and is now undermining the value-system on which the Western culture and the family are built. The political focus of the present cultural battle is the position of the woman in society, the status of sexual minorities and the definition of marriage. At the core is a new definition of the word “gender”. Therefore some call this new ideology “genderism”. It cloaks itself in the very values, which it undermines: Freedom, tolerance, human rights, anti discrimination.

The cultural changes we are witnessing imply the de-regulation of sexual standards. In every society laws, social norms and social control protect the sexual standards rigorously because the whole cultural edifice depends on them. In societies grounded on the Judaic-Christian ethic, until very recently, these used to be the restrictive standards of monogamy and faithfulness – which are a condition for the stability of marriage and family. Now we are faced with a cultural revolution that increasingly forces hedonistic sexual standards on society and attempts to change the human being according these standards. Therefore Pope Benedict XVI. speaks of an “anthropological revolution”.

If we are indeed in a process which tries to implant a new theory of man
then this should show up in the Sustainable Development Goals for 2030 . In the Open Working Group Proposal we find these terms: “Gender equality”(5), sexual and reproductive health care services (3.7),  access to pre-primary childhood education (4.2),  elimination of gender disparities in education (4.5), human rights and appreciation of cultural diversity (4.7),  inclusion of all in everything with a wild card called “other status” (10.2) , and non-discriminatory laws and policies (16.b).

These terms are unclear and ambiguous. Let us look more closely at gender theory to make out what their concrete cultural goal might be.


Gender Theory

The binary structure of the human being as man or woman used to be described with the word „sex“. The answer to the question “What is your sex?” used to be simple: male or female. Gender was a grammatical term for distinguishing between masculine, feminine and neuter words. English is a language with very little emphasis on the gender of a word; in German the subsequent declination depends on it. Now the term “gender” has taken the place of the word sex. But is it just a synonym? Not at all! The term gender is being used not only to distinguish between men and women, but between people of different gender identities – a new term - abbreviated with the letters LGBT, lesbian, gay, bisexual, transsexual. The list continues to grow: a second T for transgender, I for intersexual and Q for queer: LGBTTIQ.

Gender theory distinguishes between sex, referring to the biological difference between man and woman, and gender, referring to the sexually defined social identity of a person.

At the Fourth UN World Conference on Women in Beijing 1995 there was a rancorous battle to insert the term gender into the official UN-documents. It was a battle over the concept of man. When I say man I mean man and woman, and I am aware that this is gender-politically incorrect.) Gender theory claims that the biological sex of man and woman is irrelevant, and that the differences between man and woman are merely a “social construct”, established through language and ascribed social roles, which derogatively are called “stereotypes”; it claims that the culturally constructed binary identity as man or woman is a limitation of human freedom and therefore needs to be “deconstructed“, “destabilized”, confused.


Defintion of “sexual orientation” and “gender identity”
Although the terms gender, gender identity and sexual orientation are omnipresent in the resolutions of the international institutions, it is hard to find a definition. Here is the definition given in the Yogyakarta-Principles – a document, devised by human rights experts in 2007 for the re-structuring of society according to the interests of small sexual minorities. (According to the latest National Health Interview Survey of the Center of Desease Control only 1.6 % of the population describe themselves as „homosexual“.  Of these only two  to three % make use of the new legal institute of civil partnerschip or same sex marriage.  The Yogyakarta Principles pretend to have the authority of the UN, but in reality have no binding character whatsoever. Here the definitions:

‘Sexual orientation’ [is] to refer to each person’s capacity for profound emotional, affectional and sexual attraction to, and intimate and sexual relations with, individuals of a different gender or the same gender or more than one gender.

This definition does not exclude any type of sexual preference or activity, not even: pedophilia (sex with children), incest (sex between blood relatives), polygamy, polyandry, polyamory (sex with more than one person), or zoophilia (bestiality, or sex with animals), to name a few.
‘Gender identity’ [is] to refer to each person’s deeply felt internal and individual experience of gender, which may or may not correspond with the sex assigned at birth, including the personal sense of the body (which may involve, if freely chosen, modification of bodily appearance or function by medical, surgical or other means) and other expressions of gender, including dress, speech and mannerisms.

One’s sexual identity, then, should be a question of feeling and an arbitrary subjective decision that can change any time. Should our laws really build on such vagueness? Do we know what we protect with anti-discrimination laws?

It is a strange phenomenon that an ideology can take root and change the fabric of our existence that denies a fact that is obvious to everybody: The fact that the human being comes in two models: Man and woman.


Judith Butler
Who created the ideas for this astonishing theory? For the first time it is a woman who thought out a theory, far detached from reality, that is nevertheless changing our human reality, the philosopher Judith Butler. Forerunners and trailblazers like Rousseau, Karl Marx und Friedrich Engels, Sigmund Freund, Alfred Kinsey, Simone de Beauvoir and the Frankfurt School prepared the ground and created social movements which carried out their ideas: communism, feminism and sexual liberation. These merged in the student rebellion of 1968. (At the time I was a student at the Free University of Berlin.) What were then the demands of a rebellious minority of students is now carried out by the United Nations and European Union.

1990 Judith Butler entered the scene with her book Gender Trouble – Feminism and the Subversion of Identity. As a proclaimed lesbian she crated a radical feminist-lesbian utopia where the woman can throw off the joke of patriarchal suppression together with the yoke of motherhood, and choose her “sexual orientation” and “gender identity”.  As nature in our time is only raw material for technological transformation, so now man himself has become raw material for his own self-design.

Butler wants to “deconstruct” the identity of man and woman, create a “fluidity of gender identity” and thus dissolve “compulsory heterosexuality” and “phallogocentrism”. In Judith Butler’s view there is no masculine or feminine being, but only a certain performance, that can change at any time. All “signatures” of the binary form of human existence have to be wiped out. Butler advocates the removal if the incest taboo as a lever for her utopia.

Judith Butler is a professor at the University of California, a visiting professor at Columbia University and at the European Graduate School in Switzerland. She is a fellow of Guggenheim and Rockefeller Foundation. She receives highest awards, among them the Andrew Mellon award, endowed with 1.5 million dollars, and in 2012 the Theodor W. Adorno award of the city of Frankfurt with 50.000 Euros. (I was present at the event, but I did not rise for the standing ovations.) If we could answer the question why Judith Butler is carried on the palms of the powerful we would understand better what is happening in our time

Since Butler’s trumpets call for the “subversion of identity” a new academic subject has been created: Gender studies. The aim is not the scientific search for truth, but the change of society – as has been the aim of all Marxist thinking. In Western Europe the academic chairs for Gender Studies are proliferating; in Germany we now have more than 200 female professors for this subject at German universities who train the next academic generation to change society according to gender theory.

The political strategy is called gender mainstreaming: implementing the concept of gender into the mainstream of society through sophisticated methods of social engineering. In Germany, there are now around 2000 “equality-functionaries”, employed in all political institutions whose job it is to achieve “gender-equality”.

Here we are faced with the basic contradiction between gender theory and the political strategy of gender mainstreaming: Gender theory denies the relevance of the binary structure of existence as man and woman, whereas gender mainstreaming fights for ever more gender equality for women. This general understanding of gender mainstreaming is maintained, because it can count on public acceptance until the ultimate goal of the abolishment of the binary identity is reached.

Judith Butler is aware of an intrinsic contradiction of the political strategy of gender mainstreaming and her own theory of the “phantasma” of the identity of man and woman, which in her mind is only constructed by language and habit. This contradiction is called the “gender paradox”. If there is no such thing as sexual identity of man and woman, why then fight for ever more rights for women? Butler states: “It still makes sense, strategically and transitionally, to refer to women in order to make representational claims on their behalf.”  The key words are strategically and transitionally.

What is the Strategy?
We all agree that men and women have the same dignity and therefore women in all cultures should have the same rights as men, the same possibilities for education, the same pay for equal work. It took some 150 years of struggle to realize these rights in Western societies. If that was really the issue of “gender equality” a clear political distinction would have to be made between societies in which these rights are realized to the point that men and boys are underprivileged, and those societies where women are indeed lacking these rights. But under the banner of  “gender equality” radical Marxist feminists are fighting for power over men, against the authority of fathers, against women as mothers, against the child, in one word, against the family. They consider it a “human right” to kill their child before it is born. Should it make it into life it is to be delivered into collective day care institutions soon after birth. Thus the woman can liberate herself from “the slavery of motherhood”, which was the battle cry of Simone de Beauvoir. Radical feminists pretend that all women are victims, all men are predators. Radical feminists deny the essence of womanhood and that is and will always be: Giving life and caring for life.

So be aware: Wherever you find the label “gender mainstreaming” on a box of political strategy, you can be sure that radical feminism and the LGBT-agenda is in the package. Should you come across an activist for “gender-equality” who is not promoting abortion and the LGBT-agenda I will invite you to the Oktoberfest in Munich.

Why is the fight for gender equality a transitional strategy?
The ultimate aim is the subversion of the identiy of man and woman. Performance instead of identity, total freedom of self-design, today a woman, tomorrow a man or anything in between, general acceptance and legal protection of any kind of sexual behavior – and if we don’t applaud we are “homophobics”, “homo-haters” which must be persecuted by anti-discrimination laws.

The cultural battle as a battle of language
To change the fundamental value system, social structures and basic attitudes of people is a sophisticated process of social engineering. The manipulative change of language is the prime instrument. The human gift of speech is intended to communicate truth and understanding. It is a serious assault on the consciousness of people if it is used to achieve hidden objectives.

This is happening on three levels:
1. The change of grammar
2. The abuse of concepts, which express commonly accepted high values
3. The invention of new concepts.

1. The change of grammar. As already mentioned, in many languages nouns have a gender, masculine, feminine or neuter. The masculine form of a noun includes men and women. This was no problem for anybody until feminists felt that this demonstrates a suppression of women, therefore they successfully set out to change the grammar. Political authorities issued extensive instructions how this is to be done. If the intrusion on the freedom of speech weren’t so serious, it would just be material for comedy.

2. Concepts expressing the highest values of humanity are hollowed out and filled with the content of the gender-agenda. Thus they are used to achieve the opposite of what they mean. I can only pinpoint to some of these slights of hand:
- Freedom is severed from truth and responsibility and reduced to “Do what you want!” Do not accept natural law!
- Tolerance comes from the Latin word tolerare and used to mean to bear opinions and behaviors of others that we do not agree with. Now it means: You must accept, what all religions and the majority of nations consider morally wrong.
- Justice is equated with equality. But justice means each according to his due. To treat unequal things equal achieves injustice.
- Diversity is highly desirable in nature, but cannot be a guiding principle in morals. How we deal with our sexuality is a moral question.
- Human Rights were put down 1948 in the Universal Declaration of Human Rights, universal meaning that they should be valid always and everywhere and for every human being. Forty years later the concept of Human Rights has become a vehicle of propaganda and delusion to force the privileges of minorities on the whole of society.
- Discrimination comes from the Latin word discrimen, which means to discern. Man, endowed with free will, has to discern right and wrong, good and evil to survive. Now this discernment in the area of sexuality is criminalized. Anti-discrimination laws are devised which do not only punish deeds, but opinions and free speech.

3. The invention of new concepts for the purpose of changing the culture:
We have quoted the definitions of “gender identity” and “sexual orientation” in the Yogyakarta Principles. These are misleading, unscientific concepts. Sexuality is a complex phenomenon that can refer to sexual desire, sexual behaviors and sexual identity. This is shown in a book by Psychiatrist Aaron Kheriaty and Paul McHugh, philosopher Robert George and others with the title “Sexuality and Identity: Scientific Findings” - soon be published. They say: “All of these [sexual desire, behavior and identity] often change over a person’s lifetime and are clearly influenced by social factors… while our biological and psychological constitution as male and female represent pervasive and innate features of our sexual and personal identity, sexual orientation categories do not… There are important and scientifically measurable perceptual, cognitive, affective, social and relational differences derived from this sexual differentiation (what scientists call “sexual dimorphism”) between male and female—differences that run deeper than our reproductive organs, and that constitute essential features of our sexuality... the most sexually differentiated human organ is the brain.“

The authors show that categories like „sexual orientation“ and „gender identity“ do not protect people from discrimination, but quite the opposite, they „encase or entrap people in social constructs – which can artificially limit their development —we risk laying a burden on them too great for any man or woman to bear, rather than helping them toward the freedom to which they are all called.“ 


Consequences
What happens if an ideology takes root in society that denies the fundamental difference of man and woman and defines the human being by his or her “sexual orientation”?

1.    It destabilizes the identity of man and woman and creates unstable individuals. The modern world weakened religion, family, and nation as a defining elements of identity, now even our identity as man and woman is intentionally subverted.
2.    It dissolves heterosexuality as the normal expression and fulfillment of the sexual drive, open to the procreation of children.
3.    It considers any kind of sexual activity as legitimate, to be protected by law.
4.    It destroys the foundation on which marriage and family depend. It reduces procreation and thus brings forth the demographic winter, which is upon us.
5.    It reduces procreation and thus brings forth the demographic winter, which is upon us.


Sexualization of children
In order to achieve all this one has to start with children. In my eyes the sexualization of children by force of state is the crucial front of the cultural battle and indeed a far-reaching “sustainable development”. Wilhelm Reich, who founded the sex-pol movement in the Weimar Republic and inspired the anti-authoritarian, sexual liberation movement of 1968, knew that he would bring down the “bourgeois society” by sexualizing youth. Now this battle continues. Whatever document on sex-education you touch on, issued by the WHO, IPPF, SIECUS – they all initiate the child into hedonistic sexual practices devoid of any moral standards. The WHO and the German state institution “Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung” (BZgA) issued “Standards for Sexuality Education in Europe”  which promote initiation into masturbation and sexual activity of small children and acceptance of homosexuality before they even go to school.

The political enforcement through laws gets ever more radical: Now in some states of Germany the acceptance of lesbian, gay, bisexual, transsexual, intersexual and queer lifestyles (LGBTIQ) has to be part of the curricula from the first to the last grade in all subjects. Every schoolbook will be scrutinized whether it carries that message.

The consequences are grim: If children are sexualized in kindergarten and school they loose a trustful relationship with their parents, incur very high risks of STDs, loose self-control and the ability to bond and thus are incapacitated to build a family. The cultural revolutionists in our governments, international institutions and global NGOs know what they are doing. Yet, the vast majority of the population that wants their children to marry and have children does not seem to be aware.

Excellencies, ladies and gentlemen!
Let us come back to the sustainable Development Goals, which are to be reached by 2030 and look at the hidden content of the ambiguous wording:

Gender equality and empowerment of all women and girls is to be achieved by
•    dissolving the identity of man and woman
•    stirring women away from motherhood
•    giving them the power to kill their unborn child through sexual and reproductive health services
•    conferring parental rights to the state so that small children can be molded into the new gender-being and
•    criminalizing anybody who opposes this agenda through anti-discrimination laws.

There is one way to get out of the trap of the so called “gender paradox”: Make sure that whenever the word “gender” is used in the documents of the UN to add the clarification that there are only two genders: man and woman.

Thank you for your efforts to oppose the gender-agenda in the name of the vast majority of the population of this earth who live in marriage and family and want their children to carry life into the future.

Thank you for your attention!


Gabriele Kuby speech in Czech Parliament

Prague 14 October 2014

Gender – A new ideology destroys the family

In our time we are subjected to a new ideology, which aims to dissolve the very basis of our existence: the difference between man and woman. This is the ideology of genderism.

In 1951 Albert Camus in his book The Rebel said:

“The metaphysical revolt is the movement by which man rebels against his conditions of life and the whole of creation. It is metaphysical, because it denies the telos, the goal of man and of creation. The slave protests against the life which he has to live within a certain stand; the metaphysical rebel rebels against the life which is forced on him as human being.”

Genderism claims that the identity of man and woman is a social construct which needs to be “deconstructed” in order that the woman can throw off the joke of patriarchal suppression and claim her freedom, the freedom of self-design. As nature is only raw-material for technological transformation, so now man himself has become raw-material for his own self-design.

It is a strange phenomenon that an ideology can take root and change the fabric of our existence that denies a fact that is obvious to everybody: The fact that the human being comes in two models: Man and woman.

George Orwell said: We have sunk so deep that the articulation of the obvious is the first duty of an intelligent man.

So allow me to state the obvious:

On the difference of man and woman depends our existence. Each human being has a father and a mother. During gestation our sex is determined before our brain develops. Neurophysiology comes up with fascinating research about the differences of the physiology and workings of the brain of man and woman. The child takes the clues how to be a boy and a girl from father and mother. Psychology speaks of this “triangulation” as essential for the development of the child. Maturity means to become father and mother ourselves – be it biologically or spiritually – and pass on the life we have received to the next generation. Maturity means to agree to this path of nature and fulfil it.

What happens if an ideology takes root in society that denies the fundamental difference of man and woman?

1.      It destabilizes the identity of man and woman and creates unstable individuals who loose the last certainty of their identity, after having lost religion, family, and nation as a defining element of identity.  

2.      It dissolves heterosexuality as the normal expression and fulfilment of the sexual drive.

3.      It severs sexuality from fertility through contraception and abortion.

4.      Any kind of sexual activity is then considered as legitimate and to be protected by antidiscrimination laws.

5.      It destroys the foundation on which marriage and family depend.

6.      It reduces procreation and thus brings forth the demographic winter.

For all this to happen the concepts of good and evil, ingrained in the conscience of man, must be overturned, and indeed they are.

 

Who are the trailblazers of the sexual revolution?

Since the French Revolution great, highly learned, devoutly revered minds have contributed the philosophical and psychological ideas and cultural revolutionary expertise. To name a few: Jean Jacques Rousseau, who said good bye to natural law and proclaimed the autonomous individual; Karl Marx and Friedrich Engels, who saw in the “antagonism between man and woman” the first class-conflict which had to be overcome by demolishing the family; Sigmund Freud, who described man as a slave of sexual suppression; sadomasochist Alfred Kinsey who faked surveys to give the impression that  the transgression of sexual norms was “normal”; Simone de Beauvoir who said the famous sentence: “One is not born a woman, but becomes a woman”, meaning to say: Female identity is constructed by society and therefore can be deconstructed and needs to be deconstructed if women want to emancipate from patriarchal oppression and enjoy the privileges and power of men and over men. The battle cry of Simone de Beauvoir: “Get out of the slavery of motherhood!”

The great breakthrough of the socalled “sexual liberation” was the student rebellion of the 1960s, ideologically fuelled by the Frankfurt School. The message of Adorno, Horkheimer and Marcuse (Eros and Civilization) was: Free yourself of repressive Christian sexual morality and thus create the paradise of a “society free of domination“ (herrschaftsfreie Gesellschaft). We are still waiting for this paradise to materialize.

The spearhead of this movement is radical feminism. As in the Garden of Eden the woman was and is at the front of the rebellion against the order of creation. Her battle cry is always the same:  NON SERVIAM! The essence of womanhood is denied and attacked: Giving life and caring for life – physically or spiritually. The radical feminists pretend to fight for still more “equality” for women, but in reality they are fighting against men, against women as mothers, against the child, against the family and for the complete deregulation of sexual morality. In their mind all women are victims, all men are predators.

 

Gender

The revolutionary wheel was turned once more: Feminism and homosexualism married and gave birth to gender.

In 1990 Judith Butler entered the scene with her book Gender Trouble – Feminism and the Subversion of Identity. She is a professor of rhetoric at the University of California at Berkeley. She holds the Hannah Arendt chair for philosophy at the European Graduate School in Switzerland. She is visiting professor at Columbia University. She is a fellow of Guggenheim and Rockefeller Foundation. She hides her ideas in philosophical gibberish like this:

“What best way is there to trouble the gender categories that support gender hierarchy and compulsory heterosexuality?” “The task of inquiry is to center on – and decenter – such defining institutions as phallogocentrism and compulsory heterosexuality”. We are to “ask, what political possibilities are the consequence of a radical critique of the categories of identity. What new shape of politics emerges when identity as a common ground no longer constrains the discourse on feminist politics?”

In plain language: There’s no such thing as man and women. One’s sex is a fantasy, something created by language, which we believe because it has been repeated so often. There are not two, there are many genders. In Judith Butler’s view there is no masculine or feminine being, but only a certain performance, that can change at any time. For Butler the incest taboo is one cause of the “phantasma” of gender identity of man and woman and for the taboo against homosexuality. It must therefore be abolished. All “signatures” of the binary form of human existence have to be wiped out.

This theory, which has lost contact with reality, is changing our lives and our society.  

 

In the Yogyakarta Principles, the blueprint for the totalitarian intentions of the LGBT-movement, we find a definition of sexual orientation and gender identity.

 

Sexual orientation is understood to refer to each person’s capacity for profound emotional, affectional and sexual attraction to, and intimate and sexual relations with individuals of a different gender or the same gender or more than one gender.”

 

Gender identity is understood to refer to each person’s deeply felt internal and individual experience of gender, which may or may not correspond with the sex assigned at birth.”

 

According to this definition your sex is dependent on our feelings, which, as we all know, can change any time, it is not defined by the biological features of our body. And perhaps you noticed that there is no boundary whatsoever to sexual relations an individual might be drawn to like paedophilia – sex with children, incest – sex with blood relations, polygamy, or polyamory – sex with several people of any gender,  or zoophilia – sex with animals.  Facebook gives  a choice of 56 gender orientations.

Everybody can recognize that this vision of man is not true. Pope Benedict XVI, in his speech to the Curia and the Cardinals on 21st December 2012, spoke of an “anthropological revolution” and the “deep untruthfulness” of the gender-theory.

Yet it is turned into a concrete political agenda to “gender” society from top-to bottom.

In Germany we have more than 200 professors – nearly all women – for gender/queer studies. The new academic subject of “queer studies” aims at „gender fluidity“, that is the creation of „new individualities“ like drag queens und drag kings, leather queens, cross dressers, transsexual lesbians.

At last sociologists have found an inexhaustible field of action, financed by the EU. They fight for everything homosexuals cannot have: marriage, family, children, that is for the right of adoption of children who have the sorrowful destiny of having lost both parents, or artificial production with the help of sperm donors and surrogate mothers. They fight for a transformation of society that will finally free them from the stigma of abnormality, by “deconstructing” the binary sexual identity of man and woman and of heterosexuality as normal and natural, which is  – last not least – a requirement of evolution. What started out as a rebellion of students against bourgeois society has now become the political agenda of UN and EU and a global network of billionaire-foundations and NGOs, supported by the main stream media. The content of this movement becomes ever more radical and out of touch with the reality of life.

 

The concrete battle fronts of this cultural revolution are:

1.      Systematic disjunction of sexuality and fertility through contraception and abortion, forced on the nations under the disguise of “reproductive health services”.

2.      Moral deregulation of sexuality

3.      Legal recognition of deviant sexual behaviour and “queer” sexual identities and their legal protection through antidiscrimination laws

4.      Battle for the legal recognition of same-sex marriage, including technical production methods of children and the right of adoption

5.      Change of the once Christian value system through the media

6.      Manipulative change of language and subversion of essential value-concepts like freedom, tolerance, human rights

7.      Deprivation of the material basis of the family through the tax- and welfare system

8.      Elimination of Fatherhood and Motherhood and their specific tasks

9.      Raising of small children in public day-care institutions

10. Sexualizing children, beginning in kindergarten, through obligatory sex-education.

 

Sexual Education

Let us look at this last point more closely. Any revolutionary movement tries to put its hand on the next generation, by dissolving the family to form children according to the revolutionary standards, be it communism, Nazism or genderism.

The Standards for Sexuality Education in Europe, issued by the World Health Organization and the German state agency Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) advocate

  • ·        Masturbation for children, beginning in the age group 0 to 4
  • ·        Acquaintance with different sexual orientations in kindergarten, for instance through children books where the prince marries the prince
  • ·        Dissolution of gender-stereotypes, by giving boys a make-up set and boxing gloves to girls
  • ·        Encouragement of sex plays in kindergarten
  • ·        Preparation for “the first time” through obligatory sex education

Most parents don’t want this, but they look away. School curricula force acceptance of different gender-identities on children from the first to the last year of school, teaching them “acceptance” of the lifestyle of homosexuals, bisexuals, transsexuals and offering them these lifestyles for choice. In Germany, where home-schooling is forbidden, we have several cases where parents were put in jail, the children into custody, because they refused to have their children exposed to this kind of sexual education.

All this is the program of the UN and the EU, the US-government under Obama, billionaire foundations like Bill and Melinda Gates and Rockefeller, global NGOs like International Planned Parenthood.

Yet, there is growing resistance in many countries: Hungary has adopted a Christian constitution, in France a mass movement, “Manif pour tous”, arose against same-sex-marriage. Croatia and Slovakia have successfully used the democratic instrument of a referendum to define marriage in their constitution as the union of one man and one woman. The Estrela-report and the Zuber-report were defeated in the EU-Parliament. Lithuania and Russia have passed laws that prohibit the indoctrination of children and youth with sexual radicalism in schools. We need to awaken the silent majority to protect the family and the future of our children.

Genderism can do tremendous damage, but it cannot win. Nature, reason, and God are stronger.


Replik von Gabriele Kuby auf Gerhard Marschütz

Wachstumspotenzial für die eigene Lehre – Zur Kritik an der vermeintlichen Gender-Ideologie, Herder Korrespondenz, Sep. 2014

Herder Korrespondenz Nov 2014

Eine Top-down-Revolution

Der Genderismus – Zerstörung von Identität und Familie

Gerhard Marschütz lehrt theologische Ethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. In der Gender-Theorie sieht er „Ein Wachstumspotenzial für die eigene Lehre“. Er würdigt die Einrichtung des „Studienzentrums für Genderfragen in Kirche und Theologie“, welches „die Integration von Genderperspektiven in kirchliches Handeln unterstützen und sie für die Entwicklung in unserer Kirche fruchtbar machen“ soll. „Von solcher Integration ist die katholische Kirche weit entfernt.“

Den Widerstand gegen eine solche Integration, wie er durch die Broschüre Gender-Ideologie des katholischen Hilfswerkes Kirche in Not und mein Buch Die globale sexuelle Revolution – Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit  (GSR) geleitet wird, bemüht sich der Autor zu delegitimieren, indem er mein „methodisches Vorgehen“ als „unwissenschaftlich“ kritisiert. Eine „nähere Diskussion der Gender/Queer Studies als solche“ sei nicht intendiert. Das enthebt ihn einer Stellungnahme zu den inhaltlichen Positionen der Gender-Studies und deren gesellschaftspolitischer Durchsetzung mittels Gender Mainstreaming. Diese aber sind der Grund, warum ich überhaupt schreibe und rede, denn sie bewirken die Zerstörung des Wertefundaments und der sozialen Grundformen der Gesellschaft, nämlich der binären Geschlechterordnung, der Heterosexualität als Norm, der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau, der Familie und der Unverfügbarkeit des Kindes vor und nach der Geburt.

Der erste Vorwurf besteht darin, „...dass stets von Gender-‚Ideologie’ die Rede ist, ohne den Begriff der Ideologie zu präzisieren“.

Im Kapitel „Politische Vergewaltigung der Sprache“ (GSR, S. 175) schreibe ich: „Ein System unwahrer, korrumpierter Worte nennen wir Ideologie. Sie ist ein Denksystem, das den Interessen einer Minderheit dient; diese werden hinter Zeitgeist konformen ‚Werten’ verschleiert, um Akzeptanz zu erlangen.“  In der Tat verwende ich den Ideologie-Begriff genauso, wie er bei Wikipedia beschrieben wird: „Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Ideologie zumeist abwertend (pejorativ) nur für weltfremde, unzulängliche oder nicht wissenschaftlich begründete Ideen-Systeme und Theorien verwendet, die im Interesse weltanschaulicher, wirtschaftlicher oder politischer Zielsetzungen der Verschleierung und Rechtfertigung von zweckdienlichen Interessen dienen. Meinungen und Werturteile werden als Tatsachen hingestellt, wissenschaftliche Erkenntnisse geleugnet, Kritiker verunglimpft und Anspruch auf Allgemeingültigkeit, Wahrheit und Alternativlosigkeit erhoben.“

Das alles trifft in meinen Augen auf die diversen Gender-Theorien zu, weshalb sie mit dem Begriff „Genderismus“ bezeichnet werden können. Dass es sich dabei nicht um eine in sich geschlossene Theorie handelt, sich diese vielmehr immer weiter in zunehmend bizarre Formen verzweigt, ist kein Argument gegen die Bewertung als Ideologie, denn der gemeinsame Nenner ist die Entfernung von der unwandelbaren Realität der zweigeschlechtlichen Existenz des Menschen. In der Tat halte ich meine eigene Position für „unideologisch“, nämlich für wahr, was einen sinnvollen Diskurs erst ermöglicht. Professor Spaemann spricht im Geleitwort von einem sich ausbreitenden Wahrheitsrelativismus. „Wahrheit beanspruchen gilt als Intoleranz. Dabei ist das Gegenteil richtig. Wahrheitsansprüche erheben heißt, eine Meinung der diskursiven Prüfung aussetzen. Wenn es Wahrheit nicht gibt, dann kann es eine solche Prüfung gar nicht geben, dann sind Diskurse nur verschleierte Machtkämpfe, eine Meinung ist dann nicht wahr oder falsch, sondern herrschend oder abweichend und im letzteren Fall der Ächtung ausgesetzt.“ (Ich verweise auf mein erstes Buch zum Thema Gender: „Die Gender Revolution – Relativismus in Aktion“, Kisslegg 2006.)

Die Gender-Ideologie leugnet die Vorgaben der menschlichen Existenz, nämlich, dass die Geschlechtsidentität als Mann oder als Frau unhintergehbar ist, wenn sie sich auch in verschiedenen Kulturen und geschichtlichen Epochen unterschiedlich ausformt, und dass die Reifung zur Vaterschaft und Mutterschaft das Normalprogramm des Menschen ist. Konkret zeigt sich der Angriff auf die Geschlechtsidentität in den Strategien zur „Veruneindeutigung“ „Verunsicherung“, „Denaturalisierung“ von Geschlecht[1], etwa in dem Bemühen der Kindergarten-Pädagogik, Kinder aus den „Stereotypen“ der Geschlechtsidentität zu „befreien“, oder im Menschenbild der Grünen Jugend, welche „einen Menschen nicht als eine Person“ versteht, „die ihr Leben lang einer Geschlechtsidentität als Mann oder Frau ausgesetzt ist“. (Queere Resolution, März 2013)

In den Yogyakarta Prinzipien, einem einflussreichen strategischen Dokument zur totalitären Umgestaltung der Gesellschaft im Dienste der LGBT-Interessen, findet sich eine Definition der neuen Begriffe „sexuelle Orientierung“ und „geschlechtliche Identität“ (gender identity). Diese Definitionen zeigen, dass die Saat des Genderismus aufgeht:

„Der Begriff sexuelle Orientierung bezeichnet die Fähigkeit eines Menschen, sich emotional und sexuell intensiv zu Personen desselben oder eines anderen Geschlechts oder mehr als einen Geschlechts hingezogen zu fühlen und vertraute und sexuelle Beziehungen mit ihnen zu führen.“[2]

In dieser Definition ist keine Art von sexueller Präferenz und Aktivität ausgeschlossen, als da sind: Pädophilie (Sex mit Kindern), Inzest (Sex mit Blutsverwandten), Polygamie, Polyandrie, Polyamorie (Sex mit mehreren Personen) oder Zoophilie (Sex mit Tieren). 

„Unter geschlechtlicher Identität versteht man das tief empfundene innere und persönliche Gefühl der Zugehörigkeit zu einem Geschlecht, das mit dem Geschlecht, das der betroffene Mensch bei seiner Geburt hatte, übereinstimmt oder nicht übereinstimmt; dies schließt die Wahrnehmung des eigenen Körpers . . . sowie andere Ausdrucksformen des Geschlechts, z.B. durch Kleidung, Sprache und Verhaltensweisen, ein.“[3]

Welches Geschlecht einer hat, soll also eine Frage der willkürlichen, subjektiven Entscheidung sein.

 „Sexuelle Orientierung“ und „sexuelle Identität“ werden in Antidiskriminierungsgesetzen unter den Schutz des strafbewehrten Gesetzes gestellt.

Die Gender-Ideologie missachtet das der Sexualität innewohnende telos, nämlich die Zeugung neuen Lebens, indem der Sexualakt durch Verhütung und Abtreibung systematisch von der Fruchtbarkeit getrennt und Sexualität auf Lustgewinn – in welcher Form auch immer – reduziert wird. Kinder werden durch den obligatorischen Sexunterricht in Schulen nach diesem Menschenbild geformt.

Die Gender-Ideologie ignoriert, dass das kleine zerbrechliche Wesen Mensch des Biotops der Familie bedarf, welche auf dem Bund eines Mannes und einer Frau beruht. Sie nennt Ehe, was niemals eine Ehe sein kann, die Partnerschaft zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen, die nicht akzidentiell, sondern ontologisch zur Zeugung neuen Lebens unfähig sind.

Die Grundtatsachen der menschlichen Existenz sind in unseren Körper, unser Gehirn, unser Herz und unsere Seele eingeschrieben. Wer sie verleugnet, bezahlt mit Leiden. Die ersten, unschuldigen und ohnmächtigen Opfer sind die Kinder, die, wenn unerwünscht, vor der Geburt getötet werden, bei Fehlen eines gegengeschlechtlichen Partners mittels Samenspende und Leihmutterschaft produziert werden, im Falle des Verlustes von Vater und Mutter gleichgeschlechtlichen Paaren per Adoption übereignet werden, und, sofern sie das Licht der Welt erblicken, bereits als Baby in kollektive Aufbewahrung abgeschoben werden.

All das sind nur einige der konkreten Verwerfungen in einer Gesellschaft, welche, wie Robert Spaemann sagt, „den Begriff des Normalen tabuisiert und unter Ideologieverdacht“ stellt. „Dabei ist Normalität für alles Lebendige konstitutiv... Der Begriff der Normalität ist unverzichtbar, wenn es um den Umgang mit Lebensvorgängen geht. Irrtümer auf diesem Feld sind lebensgefährlich für die Menschheitsfamilie.“ (GSR, Geleitwort)

Marschütz führt Joseph Ratzinger ins Feld, um die naturrechtliche Argumentation zu diskreditieren. In einem Artikel von 1964 soll er im Kontext der Naturrechtslehre von „ideologischen Elementen“ gesprochen haben – die Quellenangabe fehlt. Näher hätte die Rede Papst Benedikt XVI. im Bundestag am 22. September 2011 gelegen, in der er die für den Gesetzgeber entscheidende Frage stellt: „Wie erkennt man, was recht ist?“ Er plädiert dafür, dass aus dem Sein ein Sollen folgt, dass es „eine Brücke zwischen Natur und Ethos“ gibt, „dass Materie nicht nur Material für unser Machen ist, sondern dass die Erde selbst ihre Würde in sich trägt und wir ihrer Weisung folgen müssen“. Teil dieser Erde ist der Mensch. Der Papst fährt fort: „Die Bedeutung der Ökologie ist inzwischen unbestritten. Wir müssen auf die Sprache der Natur hören und entsprechend antworten... Es gibt auch eine Ökologie des Menschen. Auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muss und die er nicht beliebig manipulieren kann.“

Diese Ökologie des Menschen wird von einer kleinen, radikalen, sexuell definierten Minderheit, welcher seit 1968 der Marsch durch die Institutionen bis an die Schalthebel der Macht in den UN und der EU gelungen ist, missachtet, ja, außer Funktion gesetzt. Das eigene Geschlecht zu „wählen“, die „heterosexistischen Signaturen“ in der Gesellschaft auszumerzen, jede Art von sexueller Identität und sexueller Praxis gesetzlich zu legitimieren und durch Strafverfolgung vor „Diskriminierung“ zu schützen, die Partnerschaft zwischen zwei Männern oder zwei Frauen der Ehe gleichzusetzen, entspricht nicht den Bedürfnissen und Forderungen einer Massenbewegung, vielmehr handelt es sich um eine top-down Revolution, die hinter dem Rücken der Bevölkerung nach allen Regeln der Kunst des social engineering durchgesetzt wird.

Wen interessiert das philosophische Kauderwelsch, mit dem Genderisten ihre radikalen gesellschaftspolitischen Ziele verbergen? Bei Judith Butler klingt das so:

„Das ‚biologische Geschlecht’ ist ein ideales Konstrukt, das mit der Zeit zwangsweise materialisiert wird. Es ist nicht eine schlichte Tatsache oder ein statischer Zustand eines Körpers, sondern ein Prozess, bei dem regulierende Normen das ‚biologische Geschlecht’ materialisieren und diese Materialisierung durch eine erzwungene ständige Wiederholung jener Normen erzielen.“[4]

Marschütz zitiert nur meine „Übersetzung“ dieser Gender-Sprache, die ebenso willkürlich ist, wie die Inhalte, die sie ausdrückt, nämlich:

„Männer und Frauen gibt es gar nicht. Das Geschlecht ist eine Phantasie, etwas, das wir nur deswegen glauben, weil es uns so oft gesagt wird. Gender ist nicht an das biologische Geschlecht gebunden, dieses spielt überhaupt keine Rolle, es entsteht nur, weil es durch die Sprache erzeugt wird und die Menschen glauben, was sie ständig hören. Identität ist im Blick Judith Butlers freischwebend und flexibel, es gibt kein männliches oder weibliches Wesen, sondern nur eine bestimmte performance, also ein Verhalten, das sich jederzeit ändern kann.“ (GSR, S. 82)

Um zu zeigen, dass dies von Butler nicht so gemeint sein könne, rekurriert Marschütz nicht auf seine Kenntnis des Werkes Judith Butlers, sondern zieht ein Interview heran, das Judith Butler dem „Philosophie Magazin“ gab, als ihr am 11. 9. 2012 in der Paulskirche der Theodor W. Adorno Preis mit 50.000 Euro verliehen wurde. Sie hatte Grund, sich nicht noch weiter ins Abseits zu stellen, denn wegen ihres Aufrufs zum Boykott von Israel und der Unterstützung der Hamas – eine überraschende Position für eine Jüdin – hatte ihr der Wind heftig ins Gesicht geblasen. Im Interview sagte sie: „Ich bin ja nicht verrückt. Ich bestreite keineswegs, dass es biologische Unterschiede gibt...“ Aber dass diese eine Relevanz für den Menschen haben, das bestreitet sie mit dem Ziel, ihre Relevanz zu zerstören. „Gender Trouble – Subversion of Identity“ heißt der Originaltitel ihres Buches, Deutsch: „Das Unbehagen der Geschlechter“ (UG). Wie untergräbt man die Identität des Menschen? Indem man den „Phallogozentrismus und die Zwangsheterosexualität dezentriert“ (UG, S. 9), „die starren sexuellen Codes wirksam de-reguliert“ (UG, S. 11), die „Körper-Kategorien denaturalisiert und resignifiziert“, performative „gender acts“ inszeniert, welche „die Kategorien des Körpers, des Geschlechts, der Geschlechtsidentität und der Sexualität stören und ihre subversive Resignifizierung und Verfielfältigung jenseits des binären Rahmens hervorrufen“. (UG, S. 12)

Auch das Inzesttabu möchte Judith Butler abschaffen - eine Sicht, die sich neuerdings der Deutsche Ethikrat zu eigen gemacht hat –, denn darin sieht sie die Ursache für das „Phantasma“ geschlechtlicher Identität als Mann oder Frau und für das Tabu gegen Homosexualität. Sie sagt: „Das Inzesttabu ist genau jenes juridische Gesetz, das angeblich die Inzestbegehren verbietet und zugleich durch den Mechanismus der Zwangsidentifizierung gewisse geschlechtlich bestimmte Subjektivitäten (gendered subjectivities) hervorbringt.“ (UG, S. 118) Es soll auch deswegen aufgehoben werden, weil es „ein Tabu gegen die Homosexualität einschließt.“ (UG, S. 115) Warum ignoriert Marschütz solche Aussagen?

Marschütz findet es unstatthaft, mitzuteilen, dass Genderistinnen häufig lesbisch sind, woraus auch Judith Butler keinen Hehl macht. Ein Moraltheologe nenne dies einen „genetischen Fehlschluss“, dass also von der „Genese eines Arguments“ (womit unter diesen Begriff hier die sexuelle Identität des Autors einer Theorie subsumiert wird) auf deren Wahrheitsgehalt geschlossen werde. In der Tat interessiert mich, wie jemand lebt, der Theorien entwickelt, welche die Geschlechtsidentität untergraben. Nur allzu leicht kann der Intellekt zum Büttel persönlicher Interessen und persönlicher Leidenssituationen gemacht werden, anstatt der Wahrheitsfindung zu dienen – wenn es ein großer Intellekt ist, kann daraus eine philosophische Theorie werden.

„Selektives Heranziehen von Quellen“ und das Ignorieren und Verzerren von Studien wird mir vorgeworfen – ohne dass dies auch nur in einem Fall belegt wird. Der Autor müsste sich die Mühe machen, am einzelnen Argument zu zeigen, dass eine Behauptung ein „Fehlurteil“ ist, weil ich relevante Quellen ignoriert habe.

Die Einforderung von Wissenschaftlichkeit, worunter ich eine Verpflichtung auf die vernünftige Erkenntnis von Wahrheit verstehe, scheint der Autor jedoch seinerseits selektiv zu adressieren. Es scheint ihn nicht zu stören, dass Feministinnen objektive Wissenschaft über Bord werfen, weil sie der feministischen Agenda im Wege steht. Was mit der „Kritischen Theorie“ der Frankfurter Schule begann, nämlich die Instrumentalisierung der Wissenschaft zur Gesellschaftsveränderung, treiben die Genderistinnen auf die Spitze. Dona Haraway, welche in ihrem „Cyborg Manifesto“ Hybride aus Mensch und Maschine als Zukunftsvision entwickelt, will den Objektivitätsanspruch der Wissenschaft dekonstruieren. Ein neuer Objektivitätsbegriff sei notwendig. „Dies müsse ein Begriff sein, der ‚den Standpunkt der Unterworfenen’ einnimmt und ‚eine Perspektive aus der Position der weniger Mächtigen’ sei.“[5] Klar, wer die Unterworfenen sind: alle Frauen dieser Welt.

 Marschütz lässt nur zwischen den Zeilen erkennen, wo er steht, und löst so auf seine Weise die Quadratur des Kreises: Als katholischer Theologe im Gender-Mainstream zu schwimmen. Er beschreibt das Anliegen der Queer Studies ohne Andeutung eines differierenden Standpunkte als das Bestreben, die heterosexuelle Matrix aufzulösen, auf dass es keine „verworfenen Wesen“ mehr geben möge, „die geschlechtlich nicht richtig identifiziert zu sein scheinen“. Erscheinungsformen dieser queeren Wesen sind drag queens und kings, leather queens, cross dressers, transsexuelle Lesben. Dem neuen akademischen Forschungszweig Queer Studies  geht es um „gender fluidity“, nämlich um die Schaffung „neuer Individualitäten und Einzigartigkeiten, um die alten, ausgedienten sozialen Normen über den Haufen zu werfen“ (Riki Wilchins). „Wachstumspotenzial für die eigene Lehre“ des katholischen Theologie-Professors Marschütz?

Papst Benedikt XVI. beleuchtete am 21. Dezember 2012 in einer Ansprache an das Kardinalskollegium und die Römische Kurie die ‚ „tiefe Unwahrheit“ dieser Theorie: „Wenn es aber die von der Schöpfung kommende Dualität von Mann und Frau nicht gibt, dann gibt es auch Familie als von der Schöpfung vorgegebene Wirklichkeit nicht mehr. Dann hat aber auch das Kind seinen bisherigen Ort und seine ihm eigene Würde verloren... Wo die Freiheit des Machens zur Freiheit des Sich-selbst-Machens wird, wird notwendigerweise der Schöpfer selbst geleugnet und damit am Ende auch der Mensch als göttliche Schöpfung, als Ebenbild Gottes im Eigentlichen seines Seins entwürdigt. Im Kampf um die Familie geht es um den Menschen selbst. Und es wird sichtbar, dass dort, wo Gott geleugnet wird, auch die Würde des Menschen sich auflöst. Wer Gott verteidigt, verteidigt den Menschen.“

Wir sind im Begriff, in den unaufhaltsamen demografischen Winter hineinzu­schlit­tern. Die Kernursache ist die systematische Trennung der Sexualität von der Fruchtbarkeit. Das wird jeder spätestens dann als Irrweg erkennen, wenn der Sozialstaat in absehbarer Zeit unter dem Druck der demografischen Krise seine Pufferfunktion verliert. Warm halten werden die Familien, aber nur jene, die Familie haben. Auch andere Zukunftsindikatoren zeichnen keinen rosa Streifen an den Horizont: Die wirtschaftliche Entwicklung, die Migration, der Verteidigungsfähigkeit, der psychosoziale Zustand der Menschen in den zerbrochenen Familien. Warum, um Himmels Willen, betreibt die westliche Welt das Gender-Projekt zur Zersetzung der Geschlechtsidentität von Mann und Frau, der Deregulierung der sexuellen Normen, der Auflösung der Familie? Die Gender Ideologie zerstört die Zukunft und hat keine Zukunft, denn sie richtet sich gegen die Natur, die Vernunft und Gott. Sie wird verschwinden, so bald materielle Not die Menschen zwingt, sich der Wirklichkeit der irdischen Existenz zu fügen.


[1] Vgl. Nina Degele, in: Freiburger Frauen Studien, Ausgabe 12: Dimensionen von Gender Studies, S. 79-102. Nina Degele ist Professorin für Soziologie und Geschlechterforschung am Institut für Soziologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

[2] Yogyakarta-Prinzipien, S. 11, Anm. 1.

[3] Yogyakarta-Prinzipien, S. 11, Anm. 2.

[4] Judith Butler, Körper von Gewicht. Die diskursiven Grenzen des Geschlechts, Berlin 1995. S. 21.

[5] Christian Fuchs: Der Feminismus Donna Haraways und die materialistisch-feministische Kritik der Postmoderne.http://fuchs.uti.at/wp-content/uploads/infogestechn/haraway.htmlw


Kuby: 'Elternkompetenz und Familie zu stärken ist in sich gut'

Interview mit Gabriele Kuby über einen Familienkongress in Moskau und einer Grußbotschaft des Vatikans und die Polemik von Andreas Püttmann: Dieser benütze Begriffe, die stigmatisieren sollen, eine bei Linken gängige Methode

Beitrag auf kath.net vom 1.Oktober 2014 : Link zum Beitrag


Öffentlich-rechtliche Meinungsbildung im Dienste der Homo-Lobby

Leben wir noch in einem Land, das seinen demokratischen Geist und den Pluralismus der Meinungen bewahrt hat?

Ein Gastkommentar von Gabriele Kuby, veröffentlicht in kath.net am 4. Februar 2014

Man stelle sich vor, die öffentlich rechtlichen Fernsehsender, die jeder Bürger gezwungen ist zu finanzieren, wären dem Verfassungsauftrag treu, der da lautet:

weiterlesen


Mehr-Konferenz

Mein Vortrag bei der MEHR-Konferenz am 5. Januar 2014 zum Thema Genderismus hatte bis zum 26. Februar mehr als 30.000 Klicks.

weiterlesen


Mehr Familie wagen

Erschienen in The European,  am 14. 01. 2014

Die Durchsetzung der Homosexuellen-Agenda geht auf Kosten der demokratischen Grundfreiheiten der Gesellschaft. Was wir brauchen, ist eine Politik, welche durch die soziale und materielle Stärkung der Familie Zukunft schafft.

weiterlesen


Die Zukunft gehört uns Gabriele Kuby bei „Le Manif pur tous“ in Paris am 13. 01. 2013

Erschienen in Die Tagespost am 17. 01. 2013 und www.kath.net am 18. 01. 2013

Die Menschen strömen und strömen am 13. Januar 2013, um 13 Uhr von drei Sammelpunkten aus...

weiterlesen


Judith Butler - Die Ideenlieferantin

Die Tagespost, 11. 09. 2012

Gender-Chefideologin Judith Butler erhielt am 11. September 2012 den Theodor W. Adorno-Preis der Stadt Frankfurt

Judith Butler wird als bedeutendste Philosophin der Gegenwart bezeichnet. Wenn „Philosophie“ nicht mehr Wahrheitssuche meint...

weiterlesen


Die sexualisierte Gesellschaft ©

Vortrag von Gabriele Kuby am 19. März 2011
4. Internationaler Kongress Treffpunkt Weltkirche in Würzburg


Die Kirche in unserem Land, die Kirche in Europa ist in Not. Werenfried von Straaten gründete die Hilfsorganisation Kirche in Not, um den unter dem Kommunismus brutal unterdrückten Christen zu helfen...

weiterlesen


Keuschheit – Katholische Altlast oder christliches Erkennungszeichen?

Wann haben Sie zuletzt das Wort Keuschheit in den Mund genommen oder jemanden aussprechen hören? Es ist eines der Worte, das nicht mehr in unsere Zeit zu passen scheint, denn das, was es be-zeichnet, entspricht nicht mehr dem Denken, Wollen und Handeln der meisten Menschen. Die Sprache verändert sich mit der gelebten Realität, aber sie ist auch ein Gefäß geheimnisvoller Weis-heit, das aus einer anderen Quelle als der menschlichen Wirklichkeit gefüllt wird. Die Strategen der globalen Kulturrevolution vergreifen sich an der Sprache, um die Massen zu manipulieren, weil sie um die Macht des Wortes wissen. Es sollte unsere Alarmglocken schrillen lassen, wenn das Europä-ische Parlament das Wort Mutter zum „sexistischen Stereotyp“ erklären will!

weiterlesen


Loveparade – Ein Festival der Liebe?©

Veröffentlicht in:
www.kath.net am 3. 8. 2010,  
idea-spektrum am 5. 8. 2010

Die Toten sind begraben, die Trauerreden gehalten. Wird es zur Besinnung kommen? Wie oft haben wir....

weiterlesen…



Gabriele Kuby als Sachverständige im Sächsischen Landtag

"Sächsisches Kompetenz-Zentrum für Gender Mainstreaming überflüssig" 

Expertenanhörung im Ausschuss für Soziales und Verbraucherschutz im Sächsischen Landtag zum Antrag der Linken 

(MEDRUM) Nach der Expertenanhörung im Ausschuss für Soziales und Verbraucherschutz zum Antrag der Fraktion DIE LINKE, ein „Sächsisches Kompetenzzentrum für Gender Mainstreaming einzurichten", sprachen sich die Fraktionen der Regierungskoalition am Montag nicht dafür aus, in Sachsen eine weitere Institution als Kompetenz-Zentrum für Gender Mainstreaming einzurichten.

weiterlesen...


Wenn sich die Böcke zum Gärtner machen

„Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde (Mt 18,6).“  Die Radikalität dieser  Mahnung Jesu kann begreifen, wer sich vorstellt, er hätte seinen Sohn katholischen Priestern zur Erziehung anvertraut, damit sie ihn nicht nur Wissen, sondern Tugend und Glauben lehren, und diese hätten ihm durch ihre Lasterhaftigkeit den Glauben an Gott vielleicht für immer geraubt.  Gott gebe, dass die Täter und Opfer den Weg zu Jesus finden, der die Macht hat, zu vergeben und zu heilen.

weiterlesen...


Obama – der Homo-Aktivist

Mit einer feierlichen Erklärung hat Präsident Barak Obama den Monat Juni zum „Lesbian, Gay, Bisexual, and Transgender Pride Month 2009“ erklärt. Er würdigt die herausragenden Verdienste der „LGBT-Amerikaner“ für Amerika, insbesondere deren Einsatz gegen die HIV/AIDS-Epidemie; er  ist „stolz, der erste Präsident zu sein, der innerhalb der ersten hundert Tage seiner Amtszeit LGBT-Kandidaten in [hohe] Positionen berufen hat“; er verspricht der LGBT-Jugend, sie vor Drangsalierung zu schützen, den „LGBT-Familien“ und Senioren, ihre Leben mit Würde und Respekt leben zu können“; er bekundet seine „Partnerschaft mit der LGBT-Community“, um deren Forderungen weltweit durchzusetzen, insbesondere die Homoehe, die Kinderadoption, die Kriminalisierung von sog. „Hassreden“, die Integration in die Streitkräfte und Sicherheitsdienste; er ruft den Kongress und das amerikanische Volk auf, „gleiche Rechte für alle durchzusetzen“. Dies alles nütze nicht nur den „LGBT-Amerikanern“, sondern der gesamten Nation, weil damit die Prinzipien verwirklicht würden, „auf die sich unsere Nation gründet“.  

weiterlesen...


Sexueller Totalitarismus am Beispiel des „6. Internationalen Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge“ in Marburg

Marburg, 20.04.2009 (MEDRUM) Mehr als 370 Bürger und Persönlichkeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen sich mit einer MEDRUM vorliegenden gemeinsamen Erklärung „Für Freiheit und Selbstbestimmung“ für die Freiheit der Rede, der Wissenschaft und der Therapie ein. Sie wenden sich damit insbesondere gegen Bestrebungen, die Redefreiheit und den wissenschaftlichen Diskurs beim „6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge" vom 20. bis 24. Mai 2009 in Marburg zu beschneiden.

weiterlesen...


Auf dem Weg zur kleinen Herde

erschienen im VATICAN magazin, Januar 2010 

Seit Satan wegen seines „Non serviam“ vom Engelsfürsten Sankt Michael samt seinem An-hang auf die Erde gestürzt wurde, ist er der Fürst dieser Welt. Verwandlungskünstler, der er ist, tauchte er als Schlange im Paradies auf und säte Misstrauen gegen Gott ins Evas Herz, so dass sie blind und schwach wurde gegenüber dem Bösen. Als Mutter aller Lebenden hat sie uns diese Blindheit und Schwachheit vererbt: Oft fällt es uns leichter, das Böse zu tun als das Gute, denn es erscheint – zunächst – genussvoller. Weil aber nicht nur der Himmel sondern auch die Erde von der Herrlichkeit Gottes erfüllt sind, liegt der Fürst dieser Welt mit Gott im Streit um die Herrschaft über die Seelen. Sie kämpfen mit unterschiedlichen Mitteln: Der eine,  „Mörder von Anfang an und Vater der Lüge“ (Joh 8,44),  sagt: Wenn du mir folgst, bekommst du, was du willst. Er verheimlicht den Verlust der Freiheit und des Heils. Der andere sagt: Wenn du mir folgst, musst du leiden wie ich, aber ich bereite dir eine Wohnung in der ewigen Herrlichkeit.

[mehr]


Das Verhängnis der Kinderkrippen

Wenn das Normale als Idylle erscheint

©Gabriele Kuby

Manchmal besuche ich eine Freundin. Zwanzig Jahre lang war sie Hausfrau und hatte alle Hände voll zu tun mit ihren fünf Kindern, Haus und Garten. Nun ist die Jüngste ein Teenie, und meine Freundin arbeitet außer Haus und einige Tage auch im Haus. Sie hat wieder kleine Kinder, diesmal als Pflegemutter, eine Dreijährige und ein Baby, Töchter einer Ärztin. Das sechs Monate alte Baby bekommt immer wieder Schreianfälle. Es schreit so verzweifelt, daß es die Mutter eigentlich hören müßte in ihrer Praxis in der nächsten Stadt, wo sie das Leid fremder Menschen zu beheben sucht. Oft dauert es sehr lange, bis sich die Kleine beruhigen läßt. Die Ältere ist ganz gut zu haben, so lange die leibliche Mutter nicht da ist. Wenn diese erschöpft von der Arbeit kommt, macht die Kleine Zoff: Sie beißt ein Brot an und schmeißt es auf den Boden, sie schlägt die Hand weg, die sie mäßigen will, sie wirft sich hin und schreit, sie spielt ein paar Minuten mit einem Ding und reißt das nächste heraus. Sie schlägt nach der Pflegemutter. Das Mädchen, das seit kurzem in den Kindergarten geht, hat schon mit vielen Erwachsenen auskommen müssen: den Eltern, den Großeltern, der Krippenbetreuerin, nun mit Erzieherinnen und Kindern im Kindergarten und mit der Pflegemutter.

[mehr]


Gender Mainstreaming – Die (un)heimliche Revolution

©Gabriele Kuby
Erstveröffentlichung: VATICAN magazin, Heft 11, November 2008

 „Weh denen, die das Böse  gut und das Gute böse nennen, die die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis machen, die das Bittere süß und das Süße bitter machen.“ (Jes 5,20)

Ein Gespenst geht um in der Welt, und dieses Gespenst heißt „Gender“. Kaum jemand kennt seinen Namen, obwohl es überaus mächtig ist und sein Gespinst über alles geworfen hat, was von den internationalen und staatlichen Institutionen beeinflusst wird. Dieses Gespenst ist im Begriff, einen neuen Menschen zu schaffen, zu dessen Freiheit es gehören soll, sein Geschlecht und seine sexuelle Orientierung zu wählen, das heißt, willkürlich zu entscheiden, ob er oder sie Mann oder Frau sein will, heterosexuell, schwul, lesbisch, bisexuell oder transsexuell (GLBT).  Diese Auffassung von Freiheit und Sexualität soll nach dem Willen der UN, der EU und der Deutschen Bundesregierung den Kindern von der Kinderkrippe an eingeprägt werden.

[mehr]


Verstaatlichung der Erziehung – Ein Gewinn für die Wirtschaft?

Beitrag von Gabriele Kuby bei einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der Deutschen Bank am 19. Mai 2008 in München zum Thema
DEMOGRAPHIE – FAMILIE - WIRTSCHAFT

Teilnehmer:
Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt Deutsche Bank AG
Dr. Patrick Adenauer, Präsident „Die Familienunternehmer – ASU e.V.“
Gabriele Kuby, Soziologin und Publizistin
Johannes Singhammer, MdB

Den  Bayerischen Unternehmen fehlen 25.000 Fachkräfte. Als möglichen Weg aus der Krise wird von Experten die verstärkte Nutzung der „Ressource Frau“ für die Arbeitswelt genannt.
Die gegenwärtige Regierung hat sich entschieden, Milliarden von Steuergeldern in den Ausbau von Kinderkrippen umzulenken, um Mütter, die heutzutage bis zum dritten Lebensjahr überwiegend bei ihren kleinen Kindern sind und sein wollen, für die Erwerbsarbeit freizusetzen. Verstaatlichung der Erziehung – ist das ein Gewinn für die Wirtschaft?

[mehr]

Seitenende erreicht, zum Seitenanfang